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Henry David Thoreau | Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

12,99  inkl. MwSt.

Hörspiel nach dem gleichnamigen Text
von
Henry David Thoreau
Aus dem Amerikanischen von Walter E. Richartz
Bearbeitung & Regie: Kai Grehn
Mit: Gary Farmer, Nina Hoss und Dagmar Manzel

Artikelnummer: ISBN 978-3-89903-390-8 Kategorie: Schlüsselwort:

Henry David Thoreau (1817-1862) war Lehrer, Bleistiftfabrikant, Philosoph, Schriftsteller, Naturbeobachter und Revolutionär. Er lebte fast zeit seines Lebens in und um Concord/ Massachusetts.
Sein 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik veröffentlichter Essay „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ ist ein zeitlos gültiges Pamphlet – scharfzüngig und ironisch, kompromißlos in den Thesen und gleichzeitig von großer poetischer Kraft. Eine Freiheitslehre von enormer Wirkung und eines jener Bücher, die die Welt verändern.
„Da die Wörter ein geheimes Leben besitzen, ist es vielleicht wichtiger als wir meinen, einem Text wie Thoreaus CIVIL DISOBIDIENCE wieder und wieder neuen Atem einzuhauchen; denn wenn das geschriebene Wort heraustritt am Tage und zu tanzen beginnt, vermag es die ganze buchstäbliche Kraft und Magie zu entfalten, die ihm innewohnt.“ (Kai Grehn)

Eine zuversichtliche Melodie
„Kai Grehns Entscheidung für eine zweisprachige Version, erweist sich als äußerst produktiv. Der Hörer glaubt, mitten im Publikum zu sitzen. Er lauscht gebannt Thoreaus englischer Version – während unmittelbar danach zwei weibliche Stimmen das Gehörte in deutscher Sprache wiedergeben.
Nina Hoss und Dagmar Manzel schaffen mit unterkühltem Timbre eine Distanz zu seinem engagierten Sprachfluss. Präzise und nahezu emotionslos versuchen sie, ihrer Funktion als professionelle Übersetzerinnen gerecht zu werden.
Die Regie will es, dass sämtliche Redeblöcke ohne inszenatorische Scharniere miteinander verbunden sind. Akteur ist einzig Thoreaus dezidierte Argumentation.
Gary Farmer spürt die inhaltlichen wie stilistischen Feinheiten in Thoreaus Plädoyer lustvoll auf. Seinem Appell zum Freisein im Denken und Handeln begegnet er mit interpretatorischer Großzügigkeit. Während Dagmar Manzel und Nina Hoss mit nur winzigen Modulationen in den Stimmbewegungen etwas von der enormen Disziplin andeuten, sich von der Empathie des Sprechers nicht anstecken zu lassen.
Thoreaus Rede ist an keine Staatsform gebunden. Sie stellt ein Individuum ins Zentrum, das autonom und angstfrei denkt. In Zeiten negativer Wirtschaftsbilanzen, Krisen und dem Ausverkauf moralisch-ethischer Werte klingt sie wie eine vergessene, aber zuversichtliche Melodie, die, befreit von Wortmüll, allein von der menschlichen Stimme getragen wird.

(Carola Wiemers, DeutschlandRadio, 04.01.2013)
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